Anfangs hatten wir vor, eine Aufnahme von der Aufführung der Mauthausenkantate, die am 7.5.1995 im ehemaligen Konzentrationslager stattfand, zu machen und sie als historisches Dokument zu veröffentlichen. Nach dem Erlebnis der Befreiungsfeier in Mauthausen - des Ortes, der Menschen, der Reden und der Musik - fühlten wir, daß wir mehr wollten, als nur Vergangenheitsbewältigung. So kam es zur Idee von einer Internationalisierung, einer Verallgemeinerung des “Projektes” MAUTHAUSEN. Auf der einen Seite Konkretisierung, gleichsam Verneigung vor den vielen - vor allem jüdischen - Opfern der vielen Konzentrationslager der Nazis. Auf der anderen Seite das Akzeptieren des “Phänomens” MAUTHAUSEN als ein uns und unsere Zukunft unmittelbar betreffendes: der hebräische Aufschrei, die englische Ballade. So ergab sich ganz natürlich der Gedanke einer MAUTHAUSEN-TRILOGY: Es entstanden - vor allem mit Unterstützung von Elinoar Moav Veniadis, Julie Dennis und Nadia Weinberg - die hebräische und die englische Version der Mauthausen-Kantate. Sie stehen nun neben dem Live-Mitschnitt von Maria Farantouri, der ersten Interpretin dieses Werks, mit dem sie vor dreißig Jahren ihre großartige Karriere als Sängerin begonnen hatte. Wir bedanken uns beim Komponisten, der uns die Produktion dieses einmaligen historischen Dokuments anvertraut hat, sowie bei Simon Wiesenthal für die freundliche Genehmigung zum Abdruck seiner Rede und seiner im KZ Mauthausen entstandenen Skizzen und Collagen. Dank gilt auch Elinoar Moav Veniadis und Julie Dennis für ihre Übersetzungen der Liedtextesowie allen anderen an dieser “Produktion” Beteiligten. © Asteris Kutulas & Alexandros Karozas |
Die Veröffentlichung erfolgt im Frühling 2000 bei Pläne
records
Kambanellis zu "Mauthausen" | "Mauthausen"-Gedichte | Theodorakis zu "Mauthausen" | Ansprache von Simon Wiesenthal | Über "Mauthausen" | Die "Mauthausen"-CD | Homepage