Seine Meinung über das israelische Volk sei seit jeher bekannt.
Deshalb sei er „fassungslos“, warum es jetzt eine derartige
Augregung gibt, so als ob man meine ansichten zum ersten Mal hört.
Es kann sein dass bestimmte Menschen einen günstigen Moment für
sich gesehen haben, mich anzugreifen“. Das sagte Mikis Theodorakis
in einem Interview mit dem Griechischen Programm von DW-Radio.
Er habe sich immer auf die Seite der Schwachen gestellt, zu denen auch
das israelische Volk gehöre, „deren Leiden ich besungen habe“.
Und er sei stets für die friedliche Koexistenz der Völker eingetreten.
Dabei verwies Theodorakis in der Deutschen Welle auf seine Vermittlungstätigkeit
zwischen Israelis uns Palästinensern Anfang der Siebzigerjahre. „Genau
aus diesem Grund“, so Theodorakis weiter, „ bin ich radikal
gegen die Politik Sharons und ich habe dies wiederholt betont. Ebenso
habe ich wiederholt die Rolle der Politiker, der Denker und der bekannter
amerikanisch-jüdischen Theoretiker verurteilt, die für die gegenwärtige
aggressive Politik von Bush verantwortlich sind.“
Diese Position werde nun offenbar mit Absicht auf das gesamte israelische
Volk bezogen, „das ich bewundere und dem ich meinen Respekt bezeuge“.
Diejenigen, die ihn jetzt angriffen so Theodorakis weiter, „sind
es im Grunde, die das Bild Israels anschwärzen“ und „sich
auf der Seite des Bösen, an den Wurzeln des Bösen befinden,
wie ich erklärt habe“.
Er wisse, „dass es viele Israelis in der ganzen Welt und in Israel
gibt, die mit mir einer Meinung sind und die für die wahren und legitimen
Rechte ihres Volkes streiten“, sagte Theodorakis der Deutschen Welle.