Tatjana
Vasiljeva (Photo: Anton Bronold)
München - (dpa)
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis hat am Freitag abend in München zwei neue Werke vorgestellt. Die Uraufführung der Rhapsodie für Cello und Orchester mit der Solistin Tatjana Vasiljeva, sowie ein von Eliot Fisk gespieltes Konzert für Gitarre und Orchester wurde von den Besuchern in der Philharmonie mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In den Werken läßt Theodorakis griechische und spanische Folklore anklingen. Zum Ausklang des Konzerts spielte die Ukrainische Nationalphilharmonie aus Kiew unter der Leitung von Nikolai Dyadiura die erste Sinfonie des griechischen Komponisten.
Theodorakis, 1925 auf der Insel Chios geboren, wurde 1959 mit seinem Ballett "Antigone" mit Rudolf Nurejew und Margot Fonteyn in der Choreographie von John Cranko international bekannt. 1964 machte ihn die Filmmusik zu "Alexis Sorbas" berühmt.
Sein Lebensmotto hat Theodorakis einmal so formuliert: "Ich singe Politik, ich denke Musik."
Daran habe sich nichts geändert, sagte der 73jährige Komponist der dpa. "Es gibt keine Trennung von mir und meiner politischen Überzeugung. Alles, was ich sagen will, meine Anklage, ist auch in meinen Sinfonien und Rhapsodien präsent." Sein politischer Kampf gelte heute der Aussöhnung mit der Türkei.