Theodorakis - Chronologie (XII - XIII)

Katharsis 1989-1992
Repräsentant Griechenlands 1993-1996

von Guy Wagner und Asteris Koutoulas

 Illustrierung: Guy Wagner


 

1989

 

Winter: Die innenpolitische Krise in Griechenland weitet sich aus.

 April: Theodorakis trifft sich mit Mitsotakis und schlägt in einem Zeitungsartikel die Bildung einer Rechts-Links-Regierung vor.

 18.06. Bei den Parlamentswahlen verfehlt Mitsotakis' »Nea Dimokratia« die absolute Mehrheit um 6 Sitze.

 01.07. Die Kommunisten stimmen der Unterstützung einer Regierung unter Tzannis Tzannetakis zu.

Xenophon Zolotas

 05.11. Theodorakis kandidiert als unabhängiger Linker für die »Nea Dimokratia« und hilft, den Weg für eine Große Koalition unter Xenophon Zolotas zu ebnen. Ihr Ziel: Die »Katharsis« (Reinigung) von den Skandalen und der Korruption im Staat und in der Wirtschaft.

 

1990

 

08.04. Konstantin Mitsotakis verfehlt mit 150 Sitzen die absolute Mehrheit um ein Mandat.

Résultat de recherche d'images pour "mitsotakis theodorakis"Auf der Regierungsbank mit Mitsotakis

11.04. Mitsotakis bildet die Regierung, Theodorakis wird Staatsminister ohne Geschäftsbereich beim Ministerpräsidenten.

 04.05. Karamanlis löst Christos Sartzetakis als Staatspräsident ab.

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11.11. Yannis Ritsos stirbt.

 

1991

 

Als Minister holt Theodorakis die Drogenproblematik ins Bewußtsein seiner Landsleute.

Katarina Ikonomou, die erste »Medea«

 

 01.10. In der Arriaga-Oper von Bilbao wird Theodorakis' Oper »Medea« unter der Leitung von Loukas Karytinos uraufgeführt.

 

1992

 

April: Theodorakis erklärt seine Arbeit in der Regierung als beendet und verläßt diese.

 

1993

 

Februar: Theodorakis legt sein Parlamentsmandat nieder und wird wenig später Generalmusikdirektor des Staatlichen Griechischen Rundfunkchores und -orchesters (zwei Ensembles), die er reorganisiert und mit denen er erfolgreiche Ausland-Tourneen unternimmt.

 Mikis am Grabe seines Freundes Pablo Neruda 1993

April: Theodorakis kann erstmals in Santiago di Chile den »Canto General« dirigieren.

 Comeback für Papandreou. Melina Mercouri wird wieder Kulturministerin.

 Theodorakis empfängt Mitterrand. Zugegen sind ebenfalls u.a. Jules Dassin, Melina mercouri, Costa-Gavras

16.05. Theodorakis empfängt Präsident Mitterrand in seiner Wohnung in Vrachati.

 

1994

 

06.03. Melina Mercouri stirbt in New York an Lungenkrebs.

 März: Theodorakis unternimmt eine neue Europatournee unter dem Motto: »Musik ohne Grenzen«.

 Frühling-Sommer: 14 Konzerte in den USA und Kanada.

 04.05. Eine Senats-Resolution heißt Theodorakis in den USA willkommen.

 Résultat de recherche d'images pour "manos hadjidakis"Manos Hadjidakis

15.06. Manos Hadjidakis stirbt 69jährig in Athen.

 17.06. Theodorakis reicht seinen Rücktritt als Generaldirektor des ERT-Chores und der beiden Orchester ein.Er greift den Medienzar Christos Lambrakis frontal an.

 Herbst-Winter: Theodorakis komponiert »Politia G« und veröffentlicht seine »Kinderlieder« (1937-1953) auf Doppel-CD.

 

1995 

 

08.03.Konstantin (Kostis) Stephanopoulos wird zum neuen griechiechischen Staatspräsidenten gewählt.

Eva Revides als »Elektra«

 02.05. Uraufführung der Oper »Elektra« im Stadttheater Luxemburg mit der Wielki-Oper Poznan (Inszenierung: Marek Weiss-Grzesinski; musikalische Leitung: José Maria Florencio jr.).

 05.05. Deutschsprachige Erstaufführung von »Medea« in Meiningen.

 08.05. Aufführung der »Mauthausen«-Kantate im österreichischen KZ. Im Anschluss unternimmt Theodorakis mit Maria Farantouri und Lakis Karnezis eine Tournee mit volkstümlicher Musik, die seine letzte werden sollte.

 29.07. Der 70. Geburtstag des Komponist wird zum Anlaß für eine ganze Anzahl von Konzerten in Griechenland und Europa.

 16.-18.08. Symposium über Theodorakis' Werk in Agios Nikolaos (Kreta).

 Spätherbst: Triumphale Australien-Tournee.

 

1996

 

15.01. Andreas Papandreou tritt als Premierminister zurück, bleibt aber PASOK-Vorsitzender. Sein Nachfolger wird Konstantin (Costas) Simitis.

 Februar-Sommer: Die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei über einige Inseln der Ägäis und über Zypern bringen die beiden Länder an den Rand eines Krieges.

 01.02. Beginn eines Briefwechsels zwischen Theodorakis und Zülfü Livaneli, in dem sich beide besorgt zeigen über diese Spannungen: Gemeinsame Friedensinitiative und Konzerte.

 14.03. Der französische Botschafter in Griechenland überreicht Theodorakis die Abzeichen eines Offiziers der Ehrenlegion. Das Dekret der Ernennung war noch von François Mitterrand unterzeichnet worden.

 24.05. Theodorakis wird Ehrendoktor der Universität von Kreta.

 23.06. Andreas Papandreou stirbt im Alter von 77 Jahren.

31.07. & 01.08. GriechischeErstaufführung von »Elektra« im Irodion (Athen). Inszenierung: Nikos Koundouris. Theodorakis selbst dirigiert die Oper am 1.August.

22.09. Kostas Simitis und PASOK gewinnen die Wahlen. PASOK erringt 41,49% und 162 Sitze im Parlament, Nea Dimokratia (ND), 38,12% und 108 Sitze. Die Kommunistische Partei KKE, 5,61% und 11 Sitze, das Linksparteienbündis, Synaspismos, 5,12% und 10 Sitze, und die Demokratische Soziale Bewegung, DIKKI  4,43% und 9 Parlamentssitze.

 22.10. Deutsche Erstaufführung von »Elektra« im Theater Heilbronn (Produktion des Teatr Poznan), in Anwesenheit des Komponisten.

 23.11. Beeindruckende Aufführung des »Canto General« in der Münchner Philharmonie unter der Leitung von Theodorakis.

Mikis und sein Bruder Yannis

 07.12. Yannis Theodorakis, Mikis' Bruder, stirbt 64jährig und wird in der Familiengruft in Galata (Kreta) beigesetzt.

 


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